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Servus und willkommen zu diesem Interview für das Rising Darkness Magazine! Da Ihr ja vor ein paar Tagen mit den Aufnahmen zur euerem vierten Album "Séance", begonnen hat, geht meine erste Frage natürlich in diese Richtung: Wie geht es im Studio so voran?
V Santura:
Also seit Mitte September sind sämtliche Aufnahmen abgeschlossen. In wenigen Tagen fangen wir mit dem Mix an und dürften somit Anfang November fertig sein. Mastern wird voraussichtlich Alex Krull, wobei wir noch keinen festen Termin vereinbart haben. Die Aufnahmen sind an sich sehr gut gelaufen, klingt alles sehr vielversprechend. Mal sehen was wir im finalen Mix noch rausholen können. Soundmäßig gibt's im Vergleich zu "Stab Wounds" aber todsicher eine große Steigerung.
Kannst Du uns schon ein wenig über "Séance" verraten. Über welche Themen handeln die Texte und welche musikalische Richtung können wir erwarten?
V Santura:
Der Titel "Séance" beschreibt eigentlich schon recht gut, was das zentrale lyrische Thema des Albums ist: Es geht generell um das Paranormale. Jeder Song beleuchtet die individuelle Geschichte einer paranormalen Existenz. Alle Texte auf "Séance" stellen den direkten Kontrast zwischen dem Diesseits und dem Jenseits dar. Die Schwächen des menschlichen Daseins werden deutlich aufgezeigt: Ignoranz, Arroganz und falsche Illusionen! Dem gegenüber steht das Endgültige: der Tod! All diese verschiedenen paranormalen Existenzen haben ihre individuellen Erfahrungen und Entwicklungen durchgemacht und bei dieser "Séance" werden all diese Erfahrungen und die damit verbundenen Leidenswege individuell beleuchtet.
Die Musik unterstreicht das düstere, mystische, teilweise ziemliche unheimliche Flair der Lyrics. Ich denke "Séance" ist einen Tick finsterer, fieser als "Stab Wounds", außerdem origineller. Wir brechen ziemlich oft aus gewissen Standardschemata aus und es gibt sicherlich einige Überraschungen. Die Musik ist gleichzeitig anspruchsvoller, ausgefeilter aber auch primitiver geworden. Auf den ersten Blick zwar ein Wiederspruch, aber wenn man die Musik hört, versteht man meine Aussage vielleicht. Man könnte es auch ganz simpel ausdrücken: "Séance" wird einfach schweinegeil und unser bisheriger Höhepunkt!!!
Dark Fortress treiben ja schon seit 1994 ihr Unwesen. Wie seit Ihr damals auf den Namen gekommen und habt Ihr einen besondere Verbindung zu diesem Namen?
V Santura:
Keine Ahnung. Ich war damals noch nicht in der Band. Dark Fortress ist aus heutiger Sicht sicherlich kein allzu origineller Name, zu der damaligen Zeit, als die Szene noch "jung" und sämtliche Klichees nicht schon unglaublich ausgelutscht waren, aber sicherlich Ok. Wir sind stolz auf unsere Band, nicht jedoch unbedingt auf den genialen Namen...
Ihr hattet ja auch schon einige Besetzungswechsel. Wie ist euer Verhältnis euren "alten" Bandkollegen gegenüber?
V Santura:
Eigentlich ganz gut. Wir hatten ja seit fast 5 Jahren keinen Besetzungswechsel mehr, was auch für die Qualität des aktuellen Line-Ups spricht. Unseren ersten Keyboarder habe ich ehrlich gesagt nie kennen gelernt, zu ihm besteht eigentlich auch von Seiten der anderen Bandmitglieder kein Kontakt mehr. Crom (mein Vorgänger an der Gitarre) hat z.B. zusammen mit Azathoth eine neue Band namens "Sindecade" am Start. Ziemlich geil. Geht stilistisch etwas in die neuere Satyricon Richtung. Unser erster Drummer und Bassist sind mit ihrer Band Proberaumnachbarn von uns, somit sieht man sich sowieso gelegentlich. Zoltan (Bass), der bis kurz vor den Aufnahmen zu "Tales..." noch in der Band war, sehen wir auch des öfteren. Ich werde auch das nächste und wohl auch letzte Album seiner Band "Seraph of Pestilence" zusammen mit ihm produzieren.
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Euer zweites Album "Profane Genocidal Creations" habt Ihr ja in Norwegen im Grieghallen Studio aufgenommen. Warum habt Ihr euch ausgerechnet für dieses Studio entschlossen?
V Santura:
Weil in diesem Studio unter der Regie von Pytten einige der wichtigsten und brillantesten Alben der Black Metal Geschichte produziert worden sind und jede Produktion ihren ganz speziellen individuellen Sound hatte.
uf eurer Homepage (www.thetruedarkfortress.com) kann man unter den News erfahren das Ihr gerade ohne Label seit, da der Vertag mit Black Attakk aufgelöst wurde.
Was habt Ihr für Erfahrungen mit Black Attakk gemacht ?
Haben sich schon neue Labels bei euch gemeldet ?
V Santura:
Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wir hatten aus diversen Gründen kein Interesse mehr daran mit Black Attakk weiter zusammenzuarbeiten und irgendwie haben wir es letztendlich geschafft aus dem Vertrag rauszukommen. Wir sind momentan in Kontakt mit einigen Plattenfirmen, aber solange nichts unterzeichnet wurde möchte wir mit keinerlei Informationen an die Öffentlichkeit gehen, die nicht spruchreif sind.
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Azathoth ist bei Konzerten ja öfters mit einem weißen Shirt bekleidet auf dem "Kill me" steht. Findet Ihr es nicht "gefährlich" nach dem Mord an Darrell Dimebag die Fans auch noch aufzufordern auf einen zu töten?
V Santura:
An die Geschichte mit Darrell Dimebag habe ich in diesem Zusammenhang ehrlich gesagt noch nie gedacht. Ob die Aufschrift auf dem Shirt von unserem Sänger tatsächlich jemand als direkte Aufforderung interpretieren könnte und dann noch so durchgeknallt ist um das auszuführen, halte ich schon für extrem unwahrscheinlich. Deswegen mache ich mir eigentlich keine Sorgen.
Was bedeutet für euch Corpsepaint ?
V Santura:
Wir möchten Dark Fortress als Gesamtkonzept, als Gesamtkunstwerk präsentieren. Dazu gehört in erster Linie die Musik, die Texte, aber auch die optische Präsentation. Wenn diese drei Dinge zusammenarbeiten, kann man die Wirkung der Musik noch intensivieren. Corpse Paint unterstützt die aggressive und gleichzeitig mystische Atmosphäre der Musik. Wenn man auf der Bühne auf musikalischem Wege seine sämtlichen Dämonen entfesselt macht es auch Sinn, dies visuell zu unterstützen.
Welche berühmte Person würdest Du gerne mal treffen und was würdest Du sie fragen?
V Santura:
Avril Lavigne. Ich würde sie fragen, ob ich nicht in ihrer Band einsteigen könnte. Wär doch ein relaxter Job...
Da ich ja auch aus Bayern bin (München) würde mich mal interessieren was Ihr so vom bayrischen Underground haltet und in wie weit Ihr euch "noch" mit dem Underground verbunden fühlt.
V Santura:
Wie, bist Du jetzt aus Bayern oder aus München...?! :)
Naja, ich bin persönlich nicht so wahnsinnig tief in die Szene involviert, was Black Metal betrifft gibt's in unserer Gegend sowieso fast überhaupt keine weiteren Bands. Wir spielen ja am 11.11. im Titanic City mit Negura Bunget und Odem Arcarum (zweitere sind ja aus München). Am Tag darauf spielen im Titanic soviel ich weiß Kapein, und auf die bin ich wirklich gespannt. Prinzipiell bin ich schon interessiert und habe auch ein paar gute Kumpels in diversen "Underground"-Bands.
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Dieses Jahr war ja nun auch wieder die Landshuter Hochzeit. Wirk jemand aus der Band bei diesem Riesenspektakel mit und was bedeutet euch dieses Ereignis?
V Santura:
Direkt beteiligt war keiner von uns, aber es ist definitiv das größte Ereignis, das Landshut zu bieten hat und als Landshuter ist man natürlich schon irgendwie stolz darauf. Da die LaHo nur alle 4 Jahre stattfindet bleibt' s auch wirklich was besonderes, was man sich natürlich nicht entgehen lassen sollte!
So nun genug Geschwafel von meiner Seite. Gibt es etwas was Du noch loswerden willst?
V Santura:
Oh, die famous last words, meine Lieblingsfrage...
Eigentlich nicht, danke für das Interview und sorry, dass ich es mit so großer Verspätung beantwortet habe!
Mutz
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