Interviews      Deep Inside Myself - 2002


  

Manch einer von euch sollte sie noch unter den Namen Gone Sadness oder Hereafter and Now kennen. Die Rede ist von den sympathischen Jungs aus der Oberpfalz, die nun auf den Namen Deep Inside My Self hören und bei Silverdust Records gelandet sind. Nach den nun doch einschneidenden Ereignissen bei Deep Inside Myself ( Plattenfirma, Besetzungswechsel und eine neue CD ) ist es nun an der Zeit sich bei dem Kopf der Band Marco Bauer, nach den neusten Nachrichten zu erkundigen.



  



  

Erst mal herzlichen Glückwunsch zur neuen CD und zur Zusammenarbeit mit euren neuen Label Silverdust. Da sich seit unserem letzen Interview doch einiges bei euch geändert hat (nicht nur der Name) wird es höchste Zeit das wir bei Euch nachfragen was es nun neues aus dem Hause Deep Inside My Self gibt.

Mutz: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Silverdust Records?

Marco: Wir waren ja mit den Aufnahmen zu "At A Late Hour" bereits fertig, als wir uns an Silverdust Records richteten. Nach dem Recording schickten wir ein paar Demos mit den neuen Songs raus. Dem Achim (Chef von Silverdust) hat das neue Material auf Anhieb sehr gut gefallen und ab diesem Zeitpunkt ging alles Schlag auf Schlag. Wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass es zur Zusammenarbeit mit Silverdust gekommen ist!


Mutz: Welches Gefühl ist es nun auf einmal ein großes Label im Rücken zu haben und seit Ihr zufrieden mit der Arbeit von Silverdust?

Marco: Wir waren ja schon ein paar Jahre ohne Plattenvertrag unterwegs und von daher hat es uns natürlich sehr gefreut, dass wir endlich Unterstützung von einem Label bekommen. Wir sind sehr zufrieden mit deren Arbeit und auch die menschliche Seite kommt nicht zu kurz. Wir merken, dass man bei Silverdust hinter uns steht und das ist einiges wert.


Mutz: Warum habt Ihr euren Namen von Gone Sadness in Deep Inside Myself geändert?

Marco: Den Namen "Gone Sadness" hatten wir bereits 1998 abgelegt. Seit 1999 waren wir ja als "Hereafter And Now" unterwegs. Es wurde uns geraten, (und hier möchte ich erwähnen, dass wir zu nichts gezwungen wurden) uns einen anderen Bandnamen zuzulegen. Wir sind mit "Deep Inside Myself" wirklich zufrieden, denn wir finden, dass dieser Bandname auch gut zu unserem neuen Material passt.


Mutz: Was hat sich in eurem Privatleben nach dem Plattendeal geändert? Habt Ihr eure Jobs gekündigt und lebt nur noch von/für die Musik oder müsst Ihr trotzdem weiterhin noch eure Brötchen mit euren alten Berufen verdienen? Wie schafft man es am besten Band Tour und Privat- Arbeitsleben unter einen Hut zu bringen?

Marco: Ich habe schon vor der Unterzeichnung des Vertrages mit Silverdust meine ganze Freizeit in die Musik investiert und von daher halten sich die Änderungen in meinem Privatleben in Grenzen. Natürlich müssen wir uns unsere Brötchen noch mit anderen Tätigkeiten verdienen. Wenn eine Tour oder Aufnahmen anstehen, muss man sich eben einen Urlaub genehmigen lassen.


Mutz: Wer ist für das Coverart von "At A Late Hour" verantwortlich?

Marco: Das Layout hat der Grafiker von Silverdust erstellt (Karl-Heinz Schuster). Aber auch hier hatten wir ein großes Mitspracherecht und wir finden er hat seine Arbeit sehr gut gemacht!

  



  

Mutz: Was wurde aus eurem alten Bassisten Alex und wie kam Stephan zur Band?

Marco: Der Alex hatte einfach keinen Bock mehr und sein Ausstieg ging ohne "böses Blut" über die Bühne. Soviel ich weiß, hat er mit dem Musikmachen ganz aufgehört. Ich möchte ihm hier noch mal für seinen Support in den letzten Jahren danken! Der Stephan war vorher schon ein guter Kumpel von uns und so viel die Entscheidung auf ihn.


Mutz: Eure neue CD "At A Late Hour" ist in meinen Augen etwas ruhiger ausgefallen als die CD´s zu eurer Gone Sadness Zeit. Kann man allgemein davon ausgehen das Ihr einen Gang zurückgeschaltet habt und Ihr mehr in die langsamere Gothic-Rock Schiene gewechselt habt?

Marco: Wir finden, dass das neue Material eine Fortsetzung und Verbesserung des "alten" Stils ist. Wir haben uns beim Songwriting keine Gedanken darüber gemacht, in welche Richtung das Album gehen soll. Außerdem finde ich die neue Scheibe gar nicht mal so ruhig. Das letzte "Gone Sadness" Album kam 1998 raus und es wäre schlimm, wenn wir uns seit dem nicht weiterentwickelt hätten. Ich habe auch schon Stimmen gehört, die meinten unser neues Album sei härter ausgefallen als die anderen.


Mutz: Habt Ihr schon Pläne für eine Tour?

Marco: Wir werden nächstes Jahr im April/Mai mit "Ashes You Leave" touren und wir freuen uns schon darauf. Die einzelnen Daten kann man auf unserer Hompage unter www.deepinsidemyself.de finden.


Mutz: Auf dem Summerbreeze kam nach eurem Gig noch die Frage nach einen "fleischlichen" Schlagzeuger. Habt Ihr inzwischen schon einen gefunden? Wie wollte Ihr in Zukunft mit dem Keyboard verfahren. Werden wir euch live in Zukunft als eine 5 Man Band sehen?

Marco: Seit kurzem haben wir in Stefan (ja, auch er heißt Stefan) einen würdigen und fleischlichen Drummer gefunden. Es ist aber nicht geplant, dass wir nun auch einen Keyboarder verpflichten. Momentan klären wir die technische Umsetzung für die nächsten Gigs und verbringen ziemlich viel Zeit im Proberaum.


Mutz: Welchen Eindruck hattet Ihr von Summerbreeze. (Organisation, Fans usw..)?

Marco: Es hat eine Menge Spaß gemacht dort zu spielen und die Organisation auf den Bühnen war tadellos! Für uns war der Gig auf jeden Fall ein Erfolg. Es wurden beim Summerbreeze ca. 50 CDs von uns verkauft und das ist wirklich nicht schlecht. Dieser Gig war unser bisher größter und wir waren natürlich vorher leicht nervös. Die Leute haben uns aber, finde ich, freundlich angenommen. Danke dafür!


Mutz: Habt Ihr ein bestimmtest textliches Konzept für euer Songs oder woher kommt die Inspiration für eure Texte?

Marco: Den Songtexten liegt meist eine gehörige Portion "Ehrlichkeit" zugrunde. Mit jedem Text reagiere ich auf Erlebnisse und Begebenheiten, die sich so (oder so ähnlich) in meiner Umgebung abgespielt haben. Man könnte sagen, die Texte sind der Spiegel meiner unmittelbaren Umwelt. Dabei ist es mir aber wichtig, dem Zuhörer Platz für eigene Interpretationen zu lassen.


Mutz: Beim letzten Interview warst Du noch der Hauptsongwriter. In wie weit sind Roman und Stefan in das Songwriting nun integriert?

Marco: Ich bin offen für Vorschläge und Songideen von deren Seite. Jeder hat bei uns ein Mitspracherecht und das ist auch gut so. Aber auch in Zukunft werde ich die Rolle als Hauptsongwriter übernehmen. Ich glaube, es ist nicht immer leicht, mit mir zusammenzuarbeiten da ich meine eigene Vorstellung von einem guten Song habe und in solchen Sachen sehr kritisch bin.


Da bleibt mir nur noch der Band alles Gute zu Wünschen und hoffentlich sieht man euch bald durch die Lande ziehen. Wäre zuschade wenn dem Rest der Welt ein solches Album vorenthalten wird.

Mutz



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