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Manch einer von euch sollte sie noch unter den Namen Gone Sadness oder Hereafter and Now kennen. Die Rede ist von den sympathischen Jungs aus der Oberpfalz, die nun auf den Namen Deep Inside My Self hören und bei Silverdust Records gelandet sind. Nach den nun doch einschneidenden Ereignissen bei Deep Inside Myself ( Plattenfirma, Besetzungswechsel und eine neue CD ) ist es nun an der Zeit sich bei dem Kopf der Band Marco Bauer, nach den neusten Nachrichten zu erkundigen.
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Erst mal herzlichen Glückwunsch zur neuen CD und zur Zusammenarbeit mit euren neuen Label Silverdust. Da sich seit unserem letzen Interview doch einiges bei euch geändert hat (nicht nur der Name) wird es höchste Zeit das wir bei Euch nachfragen was es nun neues aus dem Hause Deep Inside My Self gibt.
Mutz: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Silverdust Records?
Marco: Wir waren ja mit den Aufnahmen zu "At A Late Hour" bereits fertig, als wir
uns an Silverdust Records richteten. Nach dem Recording schickten wir ein
paar Demos mit den neuen Songs raus. Dem Achim (Chef von Silverdust) hat das
neue Material auf Anhieb sehr gut gefallen und ab diesem Zeitpunkt ging
alles Schlag auf Schlag. Wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass es zur
Zusammenarbeit mit Silverdust gekommen ist!
Mutz: Welches Gefühl ist es nun auf einmal ein großes Label im Rücken zu
haben und seit Ihr zufrieden mit der Arbeit von Silverdust?
Marco: Wir waren ja schon ein paar Jahre ohne Plattenvertrag unterwegs und von
daher hat es uns natürlich sehr gefreut, dass wir endlich Unterstützung von
einem Label bekommen. Wir sind sehr zufrieden mit deren Arbeit und auch die
menschliche Seite kommt nicht zu kurz. Wir merken, dass man bei Silverdust
hinter uns steht und das ist einiges wert.
Mutz: Warum habt Ihr euren Namen von Gone Sadness in Deep Inside Myself
geändert?
Marco: Den Namen "Gone Sadness" hatten wir bereits 1998 abgelegt. Seit 1999 waren
wir ja als "Hereafter And Now" unterwegs. Es wurde uns geraten, (und hier
möchte ich erwähnen, dass wir zu nichts gezwungen wurden) uns einen anderen
Bandnamen zuzulegen. Wir sind mit "Deep Inside Myself" wirklich zufrieden,
denn wir finden, dass dieser Bandname auch gut zu unserem neuen Material
passt.
Mutz: Was hat sich in eurem Privatleben nach dem Plattendeal geändert? Habt
Ihr eure Jobs gekündigt und lebt nur noch von/für die Musik oder
müsst Ihr trotzdem weiterhin noch eure Brötchen mit euren alten Berufen
verdienen? Wie schafft man es am besten Band Tour und Privat- Arbeitsleben
unter einen Hut zu bringen?
Marco: Ich habe schon vor der Unterzeichnung des Vertrages mit Silverdust meine
ganze Freizeit in die Musik investiert und von daher halten sich die
Änderungen in meinem Privatleben in Grenzen. Natürlich müssen wir uns unsere
Brötchen noch mit anderen Tätigkeiten verdienen. Wenn eine Tour oder
Aufnahmen anstehen, muss man sich eben einen Urlaub genehmigen lassen.
Mutz: Wer ist für das Coverart von "At A Late Hour" verantwortlich?
Marco: Das Layout hat der Grafiker von Silverdust erstellt (Karl-Heinz Schuster).
Aber auch hier hatten wir ein großes Mitspracherecht und wir finden er hat
seine Arbeit sehr gut gemacht!
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Mutz: Was wurde aus eurem alten Bassisten Alex und wie kam Stephan zur Band?
Marco: Der Alex hatte einfach keinen Bock mehr und sein Ausstieg ging ohne "böses
Blut" über die Bühne. Soviel ich weiß, hat er mit dem Musikmachen ganz
aufgehört. Ich möchte ihm hier noch mal für seinen Support in den letzten
Jahren danken!
Der Stephan war vorher schon ein guter Kumpel von uns und so viel die
Entscheidung auf ihn.
Mutz: Eure neue CD "At A Late Hour" ist in meinen Augen etwas ruhiger
ausgefallen als die CD´s zu eurer Gone Sadness Zeit. Kann man allgemein davon ausgehen das Ihr einen Gang zurückgeschaltet habt und Ihr mehr in die langsamere Gothic-Rock
Schiene gewechselt habt?
Marco: Wir finden, dass das neue Material eine Fortsetzung und Verbesserung des
"alten" Stils ist. Wir haben uns beim Songwriting keine Gedanken darüber
gemacht, in welche Richtung das Album gehen soll. Außerdem finde ich die
neue Scheibe gar nicht mal so ruhig. Das letzte "Gone Sadness" Album kam
1998 raus und es wäre schlimm, wenn wir uns seit dem nicht weiterentwickelt
hätten. Ich habe auch schon Stimmen gehört, die meinten unser neues Album
sei härter ausgefallen als die anderen.
Mutz: Habt Ihr schon Pläne für eine Tour?
Marco: Wir werden nächstes Jahr im April/Mai mit "Ashes You Leave" touren und wir
freuen uns schon darauf. Die einzelnen Daten kann man auf unserer Hompage
unter www.deepinsidemyself.de finden.
Mutz: Auf dem Summerbreeze kam nach eurem Gig noch die Frage nach einen
"fleischlichen" Schlagzeuger. Habt Ihr inzwischen schon einen gefunden? Wie wollte Ihr in
Zukunft mit dem Keyboard verfahren. Werden wir euch live in Zukunft als
eine 5 Man Band sehen?
Marco: Seit kurzem haben wir in Stefan (ja, auch er heißt Stefan) einen würdigen
und fleischlichen Drummer gefunden. Es ist aber nicht geplant, dass wir nun
auch einen Keyboarder verpflichten. Momentan klären wir die technische
Umsetzung für die nächsten Gigs und verbringen ziemlich viel Zeit im
Proberaum.
Mutz: Welchen Eindruck hattet Ihr von Summerbreeze. (Organisation, Fans
usw..)?
Marco: Es hat eine Menge Spaß gemacht dort zu spielen und die Organisation auf
den Bühnen war tadellos! Für uns war der Gig auf jeden Fall ein Erfolg. Es
wurden beim Summerbreeze ca. 50 CDs von uns verkauft und das ist wirklich
nicht schlecht. Dieser Gig war unser bisher größter und wir waren natürlich
vorher leicht nervös. Die Leute haben uns aber, finde ich, freundlich
angenommen. Danke dafür!
Mutz: Habt Ihr ein bestimmtest textliches Konzept für euer Songs oder woher
kommt die Inspiration für eure Texte?
Marco: Den Songtexten liegt meist eine gehörige Portion "Ehrlichkeit" zugrunde.
Mit jedem Text reagiere ich auf Erlebnisse und Begebenheiten, die sich so
(oder so ähnlich) in meiner Umgebung abgespielt haben. Man könnte sagen, die
Texte sind der Spiegel meiner unmittelbaren Umwelt. Dabei ist es mir aber
wichtig, dem Zuhörer Platz für eigene Interpretationen zu lassen.
Mutz: Beim letzten Interview warst Du noch der Hauptsongwriter. In wie weit
sind Roman und Stefan in das Songwriting nun integriert?
Marco: Ich bin offen für Vorschläge und Songideen von deren Seite. Jeder hat bei
uns ein Mitspracherecht und das ist auch gut so. Aber auch in Zukunft werde
ich die Rolle als Hauptsongwriter übernehmen. Ich glaube, es ist nicht immer
leicht, mit mir zusammenzuarbeiten da ich meine eigene Vorstellung von einem
guten Song habe und in solchen Sachen sehr kritisch bin.
Da bleibt mir nur noch der Band alles Gute zu Wünschen und hoffentlich sieht man euch bald
durch die Lande ziehen. Wäre zuschade wenn dem Rest der Welt ein solches Album vorenthalten wird.
Mutz
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